Urlaub im Alb-Donau-Kreis / Schwäbische Alb, westlich von Ulm

Ach- und Blautal

Höhle "Große Grotte" im Blautal
Brillenhöhle im Blautal

Die Naturhöhlen im Ach- und im Blautal gehören zu den bedeutendsten Fundstellen urgeschichtlicher Relikte in Europa. Aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten sind die Höhlen  reizvolle und beliebte Ausflugsziele. Markierte Wanderwege führen Besucher zu den Höhlen und Fundplätzen. Die kurzweiligen Strecken sind auch für Familien und Kinder bestens geeignet. Wandertourenvorschläge

Große Grotte

Bild 1. Sie wird auch Rusenschlosshöhle genannt und liegt 1 km südöstlich von Blaubeuren an einer gewaltigen steil aufragenden Felswand im Blautal, ca. 76 m über dem Tal. Die großartige Felsformation ist im Sommer von Bäumen teilweise verdeckt. Die Höhle ist ca. 15 m breit, 17 m hoch und 28 m lang. Oben auf dem Berg steht noch die weithin sichtbare, alte Burgruine des Rusenschlosses. Die Große Grotte ist frei zugänglich, außer zur Brutzeit der Dohlen und des Kolkraben. Wanderwege von Blaubeuren oder auch von Gerhausen ausgehend führen den bewaldeten Steilhang hinauf.
Funde: Steinwerkzeuge des Neandertalers Informationen zu weiteren Funden in der Region

Geißenklösterle

In einer halbrunden Felsengruppe auf der rechten Seite des Achtals bei Blaubeuren-Weiler, ca. 4 km nordöstlich von Schelklingen und 60 m über dem Tal gelegen liegt die wissenschaftlich hichinteressante Höhle Geißenklösterle. Ein steiler Zickzackpfad führt hinauf in das kesselartige Felsmassiv. Eine relativ kleine Höhle, die durch bedeutende Funde nicht nur in der Fachwelt Aufmerksamkeit erlangte. Die Funde sind teilweise im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren ausgestellt. Die Höhle ist frei zugänglich, der hintere Bereich ist aus Sicherheitsgründen durch ein Gitter geschützt.
Funde: geschnitzte Tierfiguren aus Mammutelfenbein, eine Menschendarstellung im Halbrelief, 3 Flöten aus Schwanenknochen und aus Elfenbein - die ältesten Musikinstrumente der Welt, bemalte Steine, Schmuckanhänger
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Brillenhöhle

Bild 2. Sie finden die Brillenhöhle ca. 1 km westlich von Blaubeuren am linken Hang des Achtals, 80 m über dem Tal im Felsenlabyrinth der Weiler H alde. Zwei Deckendurchbrüche in der Höhlenhalle gaben ihr den Namen Brillenhöhle oder auch Zwickerhöhle. Sie wurde vor allem in der jüngeren Altsteinzeit als Jagdlager genutzt, was sich anhand der vielen Funde ergibt. Die Höhlenhalle hat einen Durchmesser von ca. 17 m und ist bis zu 6 m hoch. Die Gesamtlänge der Höhle beträgt 32 m. Der Eingang der Höhle ist aus Höhlenschutzgründen durch ein Gitter verschlossen. Die Höhle ist über Wanderwege erreichbar. Besichtigungen sind nach Absprache mit dem Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren möglich, Telefon 0 73 44/ 96 69 0  
Funde: Schmuckanhänger aus Mammutelfenbein, Stein- und Knochenwerkzeuge Informationen zu weiteren Funden in der Region

Sirgensteinhöhle

Am Fuß des Sirgensteinfelsen auf der linken Talseite der Ach finden Sie eine Höhle mit einem breiten überhängenden Eingang. Im Inneren führt ein schlauchartiger recht niedriger Gang in eine Kuppelhalle mit zwei kleinen Deckenöffnungen, die Tageslicht spenden. Die Höhle ist gut 40 m lang und frei zugänglich, außer zur Brutzeit des Wanderfalken. Vom Parkplatz direkt an der Straße (B 492) zwischen Blaubeuren-Weiler und Schelklingen ist ein Weg angezeichnet. Genutzt wurden die Höhle und der sonnige Vorplatz vom Neandertaler und später auch vom Modernen Menschen.

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