Vier UNESCO-Auszeichnungen
Von eiszeitlichen Höhlen und weltberühmter Eiszeitkunst über prähistorische Pfahlbauten bis hin zu einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften.
Echtes Welterbefeeling ist im Alb-Donau-Kreis zu spüren und zu sehen. Die Region vereint gleich mehrere UNESCO-Auszeichnungen: das UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ mit sechs Höhlen im Ach- und Lonetal, das Steinzeitdorf Ehrenstein in Blaustein als Teil des UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“, das UNESCO Biosphärenreservat der mittleren Schwäbischen Alb sowie die gesamte Schwäbische Alb als UNESCO Global Geopark.
UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“
Im Juli 2017 wurden sechs Höhlen und die sie umgebende Landschaft im Ach- und Lonetal unter dem Titel „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Zum Welterbe gehören die Höhlen Geißenklösterle, Sirgenstein und Hohle Fels im Achtal sowie die Höhlen Bockstein, Hohlenstein und Vogelherd im Lonetal. Die Welterbestätte ist ein außergewöhnliches Zeugnis der frühen modernen Menschen (Homo sapiens) in Europa und eine weltweit einzigartige Fundlandschaft.
UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen"
Das Steinzeitdorf Ehrenstein in Blaustein ist eine jungsteinzeitliche Siedlung im Tal der Blau und gehört zum transnationalen und seriellen UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Der nördlichste der 111 Fundorte dieses Welterbes wurde 1952 entdeckt. Kleine Bereiche wurden archäologisch untersucht. Das Dorf wurde vor 6.000 Jahren erbaut und bestand etwa 100 Jahre lang. Heute liegt die fast 1 ha große Fundstelle gut geschützt im Grundwasser. In Nachbauten ist das Steinzeitdorf erlebbar.
UNESCO Biosphärenreservat Schwäbische Alb
Auf der mittleren Schwäbischen Alb entstand das erste Biosphärengebiet Baden-Württembergs, das 2009 die Anerkennung zum UNESCO Biosphärenreservat erhielt. Zentrum des Gebiets ist der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen. Im Biosphärengebiet wird die nachhaltige Entwicklung im Einklang von Mensch und Natur gefördert. Das Gebiet umfasst Teile der Landkreise Reutlingen, Esslingen und des Alb-Donau-Kreises. Es gibt ein Netz mit themenorientierten Infozentren.
UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb
Die Schwäbische Alb ist seit 2002 Nationaler Geopark und seit 2015 UNESCO Global Geopark. Ein Geopark ist ein Gütesiegel für besonders herausragende Landschaften, die ein bedeutendes geologisches, archäologisches und kulturhistorisches Erbe enthalten. Das Abenteuer Geopark lässt sich in unzähligen Angeboten quer über die Alb erleben. Ausgewählte Erlebnispunkte sind als „Geopark-Infostelle“ oder als „Geopoint“ ausgewiesen.