Urlaub im Alb-Donau-Kreis / Schwäbische Alb, westlich von Ulm

Lonetal

Fohlenhaus im Lonetal
Bocksteinhöhle im Lonetal

Das Lonetal bietet ein wunderschönes Naturpanorama und gibt mit seinem Naturhöhlen Einblicke in mehr als 100tausend Jahre menschliche Entwicklung. Erdgeschichtlich begann die Entstehung des Lonetals bereits vor etwa 140 Millionen Jahren, als sich das Jurameer zurückzog. Von der Akademie der Geowissenschaften Hannover wurde das Lonetal als "Nationaler Geotop" ausgezeichnet.

Fohlenhaus

Imposantes Felswerk mit zwei kleinen Hohlräumen. Vom Wanderparkplatz Salzbühl bei Bernstadt führt ein landschaftlich reizvoller Weg entlang der Lone zur Höhle. Der Fels stammt aus der Jurazeit, als die Schwäbische Alb von einem tropischen Meer bedeckt war. Das Fohlenhaus ist frei zugänglich. Gegenüber der Höhle befindet sich eine Grillstelle mit überdachtem Rastplatz, Tischen und Bänken. Hier entdeckte Funde stammen aus der späten Altsteinzeit, frühen Mittelsteinzeit, Jungsteinzeit, vorrömischen Eisenzeit und römischen Zeit. (Bild 1)

Hohlenstein

Die Höhle ist über den Weiler Lindenau zu erreichen. Dort befindet sich ein Wanderparkplatz am Waldrand. Von dort führt ein Weg hinab ins Lonetal, der Hohlenstein liegt auf der rechten Talseite.

Der Hohlenstein besteht aus 2 größeren Höhlen: der Bärenhöhle rechts und dem Stadel links, die etwa 50 bis 60 Meter tief in den Felsen ragen. Dazwischen liegt ein etwa 10 m breites Felsdach, Kleine Scheuer genannt. Die Bärenhöhle war ein bevorzugtes Quartier von Bären. Hier wurde die erste archäologische Grabung in einer Höhle auf der Schwäbischen Alb durchgeführt. Der Stadel ist die größte und schönste der bekannten Lonetalhöhlen und der Fundort des berühmten Löwenmenschen, eine 35.000 Jahre alte Elfenbeinfigur. Aufgrund der außergewöhnlich reichhaltigen Funde ist sie für Wissenschaftler ein archäologischer Kleinod.

Ausflugsgäste machen gerne in Lindenau Station. Mit Gaststätten, Biergarten, GeoPark-Infostelle.

Bockstein

Die Höhle ist Teil der sogenannten Bocksteinfundstellen, die aus mehreren Fundplätzen und Höhlen besteht. Man findet sie ca. 4 km nördlich von Öllingen in einem Felssporn ca. 12 m über dem Tal. Ein steiler Weg nach oben erfodert gutes Schuhwerk. Die Höhle hat eine Eingangsbreite von 7 m und eine Länge von 16 m. Rechts von der Bocksteinhöhle liegt das Bocksteinloch, dessen Vorplatz als Bocksteinschmiede bezeichnet wird. Die erhöhte Lage bietet einen guten Ausblick auf das Tal. (Bild 2)

Vogelherdhöhle

In einem Bergsporn dicht unter der Felskuppe liegt, ca. 1 km nordwestlich von Stetten, 18 m über dem Tal eine Höhle mit 2 großen und einem kleinen, schmalen Eingang. Ihre Breite beträgt 7 m, ihre Höhe 3,8 m und ihre Länge 39 m. Die Höhle ist über den Archäopark Vogelherd mit Besucherzentrum zugänglich. Weitere Informationen: www.archaeopark-vogelherd.de .

Funde: Tierfiguren aus Mammutelfenbein, die zu den ältesten Kleinplastiken der Welt zählen, teilweise im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren und im Museum in Langenau ausgestellt.

Tipp: Rad-Wanderweg entlang der Lone von Amstetten bis Hürben (ca. 40 km)

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