Michael Patrick Kelly besucht den Ursprung der Musik

Interview am Hohle Fels in Schelklingen

Der international erfolgreiche Sänger und Musiker Michael Patrick Kelly machte während seiner Konzerttour einen Stopp im UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ und besuchte mit Radio7-Moderator Matze Ihring den Fundort der ältesten Musikinstrumente der Welt – den Hohle Fels in Schelklingen.

„Es ist eine tolle Idee, mich an diesen besonderen Ort einzuladen. Ich bin sehr ehrfürchtig und fasziniert davon, dass unsere Ur-ur-ur-ur-Vorfahren in dieser Höhle vor so langer Zeit bereits Musik gemacht haben“, eröffnete Michael Patrick Kelly das Interview, sichtlich beeindruckt von dem imposanten Höhlengewölbe des Hohle Fels. „Es zeigt, dass ein Leben ohne Musik für Menschen nicht vorstellbar ist. Offenbar hat der Mensch von Anfang an Wege gesucht, seine Gefühle und Emotionen auszudrücken. Das ganze Spektrum des menschlichen Lebens spiegelt sich in der Musik wieder, es ist für mich der Soundtrack of our live.“

Dass der Ursprung der Musik auf der Schwäbischen Alb liegt, überraschte den Künstler. „Ich bin vor kurzem in Südafrika in einer Höhle gewesen, in der Steinzeitmenschen gelebt haben, aber dort hat man keinerlei Spuren von Musik oder Kunst gefunden. Das macht diesen Ort hier so faszinierend und einmalig.“ Kelly ist sehr experimentierfreudig in seiner Musik und spielt selbst mehrere Instrumente wie z.B. eine Irische-Sechsloch-Flöte. Er versuchte spontan auf einer Nachbildung der prähistorischen Flöte ein paar Töne zu spielen. „Gut, dass unsere Vorfahren nicht mithören.“

Michael Patrick Kelly ist nicht der erste Künstler am Ursprung der Musik. Zuletzt waren der Pop-Musiker Adel Tawil, die österreichische Sängerin Christina Stürmer und der dänische Sänger Christopher im UNESCO-Welterbe. Sie sind Mitglieder im „Ice Age Star Club“ geworden, ein exklusiver Musik-Club für Künstler, die den Ursprung der Musik besuchen. Als Dank für seinen Besuch erhielt der Musiker einen eigens kreierten Award in Form einer Replik des ältesten Musikinstruments der Welt. Michael Patrick Kelly freute sich: „Das ist ein ganz besonderer Award, ich bin sehr gerührt. Vielen Dank!“

Das komplette Interview gibt es unter: https://youtu.be/ABCEjYEBXCE

Das Interview wurde unter Berücksichtigung der momentan geltenden Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen geführt.

Das UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.
Vor 40.000 Jahren schufen Eiszeitkünstler auf der Schwäbischen Alb in den Höhlen des Ach- und Lonetals bei Ulm die ersten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit. Nirgendwo auf der ganzen Welt wurden bisher ältere vergleichbare Kunstgegenstände und Musikinstrumente gefunden. Im Juli 2017 verlieh die UNESCO den sechs Höhlen und den umliegenden Landschaften in Ach- und Lonetal den Titel UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Öffnungszeiten:
Der Hohle Fels bei Schelklingen ist für Besucher aufgrund der aktuellen Lage noch geschlossen. Die Höhlen Geißenklösterle und Sirgenstein im Achtal sowie die Höhlen Hohlenstein und Bockstein im Lonetal sind ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ und sind frei zugänglich. Die Vogelherdhöhle kann zu den Öffnungszeiten des umliegenden Informations- und Erlebniszentrums Archäopark Vogelherd besucht werden, hier können Besucher das Mammut vom Vogelherd im Original sehen. Die Venus vom Hohle Fels sowie einige der 40.0000 Jahre alten Flöten werden im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren gezeigt. Im Museum Ulm wird der Löwenmensch präsentiert.

Weitere Informationen: www.weltkultursprung.de

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